Vorhofohrverschluß

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörungen die beide Vorhöfe des Herzens betrifft. Es kommt zu einer sehr schnellen Herzfrequenz der Vorhöfe, die bei circa 300-400 pro Minute liegt. Durch diese schnelle Kontraktion die in verschiedenen Abschnitten unkoordiniert stattfindet, können sich die Vorkammmern nicht kontrahieren ( zusammenziehen ). Im Bereich des linken Vorhofohres (kleine Ausstülpung Im linken Vorhof) kann es dann zur Gerinnselbildung kommen. Diese Gerinnselbildung ist Abhängigkeit von Risikofaktoren, welche mit den so genannten CHADS2 oder CHADS2 Vasc Score bestimmt werden. In Abhängigkeit dieses Scores besteht eine Indikation zur oralen Antikoagulation mit Marcumar oder anderen Antikoagulantien.

Seit einiger Zeit ist es möglich, das linke Vorhofohr mit einem Verschlusssystem zu verschließen. Im HGZ wird das System von Bosten Scientific (Watchman System) implantiert. Ähnlich wie bei einem Herzkathetereingriff, wird ein Implantat über einen Katheter in das Herz eingebracht. Nach Punktion in der Leiste wird das System über die große Körpervene ( V. Cava ) in die rechte Vorkammer und dann mittels einer Punktion der Herzscheidewand in die linke Vorkammer vorgebracht (Transseptalpunktion). Abschließend wird das Sytem im linken Vorhofohr abgesetzt, wo es sich verankert. Dies erfolgtunter kontinuierlicher Echo- und Röntgen Kontrolle.
Innerhalb der nächsten 45 Tage bildet sich jetzt eine Haut über das System, so dass der Vorhof verschlossen ist. Jetzt können die Verdünnen Medikamente abgesetzt werden.
Der Eingriff ist in geübten Händen ein Routineeingriff, der geringeRisiken aufweist. Esstellt eine gute Alternative zur medikamentösen  Blutverdünnung dar. Insbesondere dann wenn es so Unverträglichkeiten in Bezug auf die Einnahme von Antikoagulantien kommt.
Im HGZ wird dieser Eingriff seit 2011 durchgeführt.